Einfach widerlich: Grundschullehrerin stigmatisiert Schüler mit Bewertungen von 1 bis 6

Viele Kinder halten dem Druck nicht stand. Foto: Pixabay
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Bad Nenndorf – Schlimme Szenen in einer Grundschule bei Hannover. Um die Leistungen ihrer Schüler unterscheiden zu können und den Konkurrenzdruck zu fördern, erfand eine Lehrerin für eine dritte Klasse ein Bewertungssystem: Dieses reicht von einer 1 (sehr gut) bis zu einer 6 (ungenügend). Das Hänselblatt meint: Ekelhaft!

Viele Kinder halten dem Druck nicht stand. Foto: Pixabay

Pausenhof der Hölle

„Die Frau Bräuer war eigentlich immer sehr nett zu mir“, erzählt uns die kleine Bianca auf dem Pausenhof. „Doch seitdem ich in Mathe eine 3 (befriedigend) geschrieben habe, glaube ich, dass sie mich nicht mehr liebhat. Zu den Kindern, die eine 1 hatten, ist sie irgendwie netter.“ So wie Bianca geht es vielen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. Wo sonst auf dem Pausenhof lustig gespielt wurde, herrscht nun Tristesse. Die Schüler stehen in kleinen Grüppchen beieinander. Als wir auf die größte dieser Gruppen zugehen, stellt sich diese als „Die Dreier“ vor. „Die Dreier?“, fragen wir. „Ja“, antwortet einer der Schüler. „Seitdem die Frau Bräuer die Noten eingeführt hat, spielen wir nur noch mit den Leuten, die denselben Notendurchschnitt haben.“

Psychologen alarmiert

Als wir einem Psychologen Aufnahmen der verstörten Kinder zeigen, ist dieser entsetzt. „Schlimm, einfach schlimm“, wiederholt er immer wieder. „Diesen Kindern hat man auf einen Schlag die Kindheit geraubt. Die ganze Lebensfreude ist dahin. Die Kids sind jetzt schon in die Zwangsjacke der Erwachsenenwelt gepackt, in der nur eines zählt: Leistung, Leistung und verdammt nochmal Leistung. Wenn sich dieses Bewertungssystem durchsetzt, werden unsere Kinder bald nur noch in virtuelle Welten flüchten, weg von der Realität. Dann heißt es Handy, Laptop und Konsole, statt Oma, Kaffeekranz und Waldspaziergang.“ Kurz darauf muss der Psychologe abbrechen. Die leeren Blicke der Kinder kann der Trauma-Spezialist nicht mehr ertragen.

Frau Bräuer bleibt stur

Als wir die Lehrerin dieses Teufelssystem mit ihrem sadistischen Treiben konfrontieren, reagiert diese gereizt: „Ich halte das für einen ganz normalen Vorgang. Ab der dritten Klasse sollten alle Kinder nach Noten kategorisiert werden, damit sie früh lernen, wo ihr Platz in der Welt ist. Die Bianca zum Beispiel hat in der letzten Mathe-Arbeit nur eine 3+ geschrieben, weil sie einmal Minus mit Plus verwechselt hat. Das wird ihr eine Lehre sein, jemals auch nur an ein Studium zu denken. Nee , nee, die kann schon Mal schön auf einen Fliesentisch ansparen.“

 

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