68 Prozent Sondersteuer für Nicht-Bayern: Seehofer macht das Bier teurer!

Dank Horst Seehofer wird das Oktoberfest eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Foto: Pixabay
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Dank Horst Seehofer wird das Oktoberfest eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Foto: Pixabay

Dank Horst Seehofer wird das Oktoberfest eine Zweiklassengesellschaft. Foto: Pixabay

München – Paukenschlag zu Beginn des Oktoberfestes! Horst Seehofer persönlich hat im Eilverfahren beschlossen, dass die Bierpreise auf der diesjährigen Wiesn spontan um 68 Prozent angehoben werden. Besonders bitter: Von der Maßnahme sind nur Nicht-Bayern betroffen.

„Bayern muss Bayern bleiben“

Auf einer eiligst einberufenen Pressekonferenz begründete Horst Seehofer seinen drastischen Schritt. Laut ihm sei die Sondersteuer auf den Bierpreis zwingend notwendig. Nicht-bayrische Oktoberfestbesucher seien nun mal kulturfremd und würden gerade nach Alkoholkonsum immer wieder für Krawalle sorgen. Der erhöhte Preis würde diese Gefahr automatisch regulieren. Doch auch das neue Sicherheitskonzept für die Festlichkeiten zwang Seehofer zum Handeln: „Der Zaun rund um die Wiesn zahlt sich nicht von alleine. Wir brauchen die Extraeinnahmen zur Kostendeckung.“ Außerdem könne man eventuelle Zusatzeinnahmen auch dazu verwenden, den Zaun Stück für Stück auszubauen, bis er sich um ganz Bayern erstreckt, führte Seehofer weiter aus.

17,47 Euro für eine Maß Bier

Die Debatte um den Preis für eine Maß Bier wird durch Seehofers Alleingang sicherlich nochmal angeheizt. Zwischen 10,40 und 10,70 Euro ist der eigentliche Preis für einen Krug des goldenen Gerstensaftes im Jahr 2016. Das sind schon 3,11 Prozent mehr als noch im Jahr davor. Doch diesen Preis zahlen nur waschechte Bayern. Für den Rest der Wiesn-Besucher aus Deutschland und dem Ausland ergibt sich durch die neue Biersteuer ein Preis von mindestens 17,47 Euro. Wie der Bayer vom Nicht-Bayer unterschieden werden soll, ist logisch wie einfach: Am Eingang zur Wiesn werden Passkontrollen durchgeführt und anschließend Bändchen verteilt.

Seehofer fordert die Obergrenze

Horst Seehofer erwägt sogar, noch einen Schritt weiterzugehen. „Was wir brauchen, ist eine Obergrenze für nicht-bayrische Besucher auf dem Oktoberfest. Die Wiesn ist zu überfüllt, die Bayern fühlen sich schon nicht mehr bayrisch.“ Aus patriotischen Gründen werde man deshalb mindestens 50% der Sitzplätze in den Bierzelten nur für Träger eines „Ich bin Bayer“-Bändchens reservieren. Von einem Journalisten angesprochen, ob seine Motive für diese Oktoberfest-Maßnahmen vielleicht nicht doch persönlicher Natur sind, entgegnete Seehofer: „Und noch einmal. Bayern muss Bayern bleiben. Ich, äh, das bayrische Volk hat zu entscheiden, was hier gespielt wird. Und da kann nicht zum Beispiel irgendeine Frau aus dem Osten daherkommen und uns vorschreiben, was wir hier zu tun haben und unsere Bräuche und Traditionen in Frage stellen.“

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